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Geschichte des Roten Kreuzes

Henry Dunant, ein Geschäftsmann und Philanthrop sowie Begründer der Internationalen Rotkreuzbewegung, wofür er 1901 den Friedensnobelpreis erhalten hat.

Im Jahre 1859 macht sich ein Genfer Bürger und Geschäftsmann Henry Dunant auf den Weg nach Italien. Dort erhofft er sich Hilfe von Kaiser Napoleon III., da er als Geschäftsführer einer algerischen Mühlengesellschaft wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Napoleon hält sich dort mit seiner Armee auf, um Sardinien im Kampf gegen die Österreicher zu unterstützen.

Am 24. Juni 1859 treffen die französisch-sardinische und die österreichische Armee überraschend aufeinander und es kommt zu einer fünfzehnstündigen Schlacht.

Henry Dunant wird als einfacher Tourist, wie er es selbst beschreibt, zufällig Zeuge der verheerenden Schlacht und ihrer Folgen, denn nach dem Sieg Kaiser Napoleon III. kamen zu 40.000 gefallenen noch weitere 40.000 an Fieber erkrankte und verstorbene Soldaten dazu. Er beschreibt den Verlauf dieser Schlacht und ihre Folgen in seiner Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“ mit entsetzlichem Elend und einhergehender unaussprechlicher Verzweiflung.

Die Umgebung Solferinos ist nahezu übersät von Leichen und sich vor Schmerz windenden und verstörten Schwerverletzen. Auch im nahegelegene Castiglione  scheint die Situation aussichtlos zu sein. Es gibt zwar ausreichend Wasser, Lebensmittel und Verbandsmaterial, doch fehlen die Hände, um die Verletzten mit all diesen lebensnotwendigen Dingen zu versorgen.

So legt Dunant selbst Hand an, wäscht und salbt die Verletzten, versucht Trost zu spenden und Hoffnung zu schenken. Er organisiert nicht nur die Beschaffung und Verteilung weiterer lebensnotwendiger Dinge sondern wirbt und leitet weitere freiwillige Helfer an.

Mit seinem Wissen und den Erinnerungen an Solferino wollte er Empfehlungen für die Zukunft geben. Sein Vorschlag, Freiwillige bereits in Friedenszeiten zu werben und auszubilden, um sie dann zur Hilfe und Pflege im  Krieg einzusetzen, fand im Jahr 1862 Zustimmung und manifestierte sich in der Idee von der Gründung nationaler Hilfsgesellschaften.

So wurde 1863 das Genfer Komitee der Fünf gegründet und  ein Jahr später der Beschluss zur Gründung von nationalen Ausschüssen gefasst. Dies gilt als Gründungsakt des Roten Kreuzes weltweit.

Die erste nationale Hilfsgesellschaft - der württembergische Sanitätsverein - wurde im Jahr 1863 auf deutschem Boden gegründet. Weitere regional aktive Sanitäts- und Frauenvereine folgten. Durch den offiziellen Zusammenschluss dieser Sanitäts- und Frauenvereine entstand im Jahr 1921 das Deutsche Rote Kreuz.

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